OGR
OGR erlaubt das untersuchen und konvertieren von Vektor-GIS-Daten. Siehe Formatinfos und Infos über Tools.
ogrinfo: Infos über einzelne Features:
ogrinfo -al -so KMU.dxf
Gibt allgemeine Infos zum Datensatz aus, wie Ausdehnung, Anzahl Features, Layer, Geometrietypen, etc.
ogrinfo -geom=SUMMARY -al fuaggeobau.dxf | less
Gibt für das angegebene File eine Zusammenfassung der Attribute, Ids und Geometrie an. Mit -geom=SUMMARY wird nicht die gesamte Geometrie herausgeschrieben, sondern nur eine Zusammenfassung (z.B. Anzahl Stützpunkte).
Debug-Option für Fortschrittsanzeige
Um bei der Verarbeitung von ogr2ogr eine Rückmeldung zu erhalten über den Fortschritt kann man die Umgebungsvariable CPL_DEBUG=on setzen. Unter Linux:
export CPL_DEBUG=on
Unter Windows in den Umgebungsvariablen setzen.
ogr2ogr: Konvertierung Postgis nach DXF
ogr2ogr -select '' -f DXF test_combined.dxf -spat 695700 245900 695900 246100
PG:"dbname='uster' host='srv138' port='5432' user='myuser' password='mypw'
schemas=abwasser tables=abwasser.export_dxf_geo405(the_geom)"
Mit "-select ' '" könnte man eine Filterung machen, "-f DXF file.dxf" legt das Ausgabeformat und den Dateinamen fest, mit -spat xmin ymin xmax ymax" macht man die räumliche Einschränkung, der Rest sind Postgis-spezifische Parameter, wie Verbindungsparameter, Schem, Tabelle und Geometriespalte.
ogr2ogr: Konvertierung Postgis nach SpatiaLite
Folgender Befehl konvertiert eine Postgis-Tabelle in eine SQLITE DB die noch nicht existiert. Es werden dabei die Metadaten erzeugt und die Koordinatensysteme eingelesen. -nln wird angegeben um den neuen Tabellennamen festzulegen. Die beiden dsco-Optionen (dataset creation options) legen das Geometrieformat fest und lesen die Koordinatensystemtabelle ein. Die lco (layer creation options) legen fest dass alles klein geschrieben wird und manche Sonderzeichen durch underbars ersetzt werden (LAUNDER=yes) und dass der räumliche Index erstellt werden soll (SPATIAL_INDEX=yes).
ogr2ogr -dsco SPATIALITE=YES -dsco INIT_WITH_EPSG=yes -lco LAUNDER=yes -lco SPATIAL_INDEX=yes -nln liegenschaften -f SQLite uster.sqlite
PG:"dbname='uster' host='srv138' port='5432' user='username' password='password' schemas=av_user tables=liegenschaften(the_geom)"
Der folgende Befehl hängt eine andere Tabelle mit -append an eine bestehende SpatiaLite-Tabelle an. Neu ist das append. Die dsco Options müssen nicht mehr angegeben werden, da die Datei ja bereits erstellt wurde:
ogr2ogr -append -lco LAUNDER=yes -lco SPATIAL_INDEX=yes -nln liegenschaften_beschriftung -f SQLite uster.sqlite
PG:"dbname='uster' host='srv138' port='5432' user='username' password='password' schemas=av_user tables=liegenschaften_beschriftung(the_geom)"
Lesen und Konvertieren einer ESRI Personal-Geodatabase
Zuerst muss in Windows eine Datenquelle erstellt werden: Systemsteuerung → Verwaltung → Datenquellen → Hinzufügen → Microsoft Access-Treiber (.mdb) → Fertigstellen → Datenquellenname (z.B. gep-mdb) und Datenbank auswählen (Pfad zu .mdb-Datei auswählen)→ OK
Infos zu vorhanden Tabellen auslesen:
ogrinfo PGeo:gep-mdb
wobei "gep-mdb" der Name der zuvor definierten Datenquelle (odbc) ist. Danach erfolgt in der Konsole eine Auflsitung der Tabellen
Konvertieren in ein anderes Format
ogr2ogr -f GML einzugsgebiet.gml PGeo:gep-mdb AWH_EINZUGSGEBIET
Der Befehl konvertiert die Tabelle AWH_EINZUGSGEBIET der Personal-Geodatabase "gep-mdb" nach GML.
Oracle Spatial
Listing ausgeben über vorhandene Tabellen und Views:
ogrinfo -ro OCI:user/pw@cplandb
cplandb wurde unter /usr/local/lib/instantclient_10_2/network/admin/tnsnames.ora definiert. Siehe auch Installationsanleitung Oracle Client.
Infos über einzelne Features einer Tabelle ausgeben:
ogrinfo -ro -where "area > 200" OCI:user/pw@cplandb USTER_AW.WW_POINT_DETAIL_POLYGON
Konvertierung Oracle Spatial nach ESRI shapefile:
ogr2ogr -f "ESRI Shapefile" pt_detail_line.shp OCI:system/cplmanager@cplandb USTER_AW.WW_POINT_DETAIL_POLYGON
Anscheinend wird dabei auch ein directory mit dem Namen des shp-Files angelegt.

